Traum von der Insel – Traumdeutung und Erforschung der Rollen

Diesen Traum hatte ich vor fast sieben Jahren, ungefähr ein halbes Jahr nachdem ich mit  kontinuierlicher Traumarbeit angefangen hatte, in der Halloween-Nacht. Es ist das, was C.G. Jung einen „Großen Traum“ nennen würde, wo es niht nur um Alltagsangelegenheien des eigenen Lebens, sondern um weitreichendere Dinge geht.

Als Beispel dafür, wie man mit einem solchen Traum kreativ arbeiten kann, poste ich die gesamte Traumarbeit, die ich dazu gemacht habe  Wenn ihr euch da hinein vertiefen wollt, nehmt euch etwas Zeit, der Text ist lang. 😉

Allerdings scheint der Typ, der damals die Audienz immer verschoben hat, sich jetzt doch für Krieg entschieden zu haben, wenn man sich die Weltpolitik so ansieht….

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Traum von der Insel

Halloween Nacht 2007

Die verschobene Audienz

Okay, ich fang mit dem letzten Traum an, weil ich den noch am besten im Kopf habe. Und zwar war ich da … das war eine Insel, aber irgendwie komisch. Also … ach ja, vorher war noch, daß irgend­welche Typen ewig gewartet hatten auf ne Audienz bei wem. Und die waren aus dem Orient, also hatten auch so Sachen an, so chinesische irgendwie. Chinesisch oder mongolisch oder so. Und die haben dann immer noch mehr Sachen von sich zuhause kommen lassen, so … ich weiß nicht, Gastgeschenke oder irgendwie so – wie sagt man? Diplomatische Präsente oder so. Das fällt mir grade noch ein. Und es war aber immer – also dieser Audienztermin, der wurde immer noch weiter verzögert. Und die standen da halt immer rum und haben gewartet. Es hat sich aber nichts getan, also jedenfalls nicht, solange ich den Traum hatte.

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Die Überquerung des Wassers

Und dann gab es einen Szenenwechsel, und da war halt diese Insel, und ich stand irgendwie am Fest­land und wollte auf die andere Seite. Und das war so ein Quai, also so ein befestigtes Teil, so ein Ausläu­fer, wo zwei Typen draufstanden, und die wollten mich rüberholen. Und da bei denen war sozusagen der Mechanismus oder die … die Technik oder so, womit man dann diesen Steg aus dem Wasser holen konnte. Also das sah so aus, wie wenn du einen Knopf drückst, und dann mußt du ein bißchen warten, und dann leuchten da so Punkte auf, immer mehr – eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben und so waren die numeriert -, und wenn diese Leuchtleiste ganz durchgelaufen ist, dann praktisch hebt sich dieses Ding aus dem Wasser, also kommt dann so nach oben, daß man da drüberlaufen kann. Dachte ich. War aber gar nicht so. Sondern was passiert ist: Da kam sowas wie … wie ein … wie heißt das denn? Eine Luftmatrat­ze oder so, oder so ein aufblasbares Boot, so in der Art – so, aber nur noch viel größer halt. Und da bin ich draufgegang­en, und da haben die da dran gezogen, und ich mußte mich da dran festhalten, daß ich nicht runterfalle. Und jetzt kann man sich an sowas sehr, sehr schlecht festhal­ten. Und ich hab das aber versucht, clinging for dear life so, und war dann irgend­wie in der Luft, ja? Und es war teilweise echt ein Gefühl wie Fliegen, bloß daß ich fürchterliche Angst hatte, ich könnte runter­fallen. Aber es war dann teilweise wie – ja, wirklich in der Luft sein ohne Halt Nur hal.t eben, daß ich da ja nicht jetzt aus eigener Kraft geflogen bin, sondern ich war nur halt in der Luft, weil die dieses Ding da festgehalten haben.

Und da haben sie mich rübergebracht – also das hat alles geklappt und so. Und da hab ich mit de­nen noch so ein bißchen da gesessen. Und dann meinten die, ich würde ja gut aussehen, strahlen­de Augen, glänzende Haare und so – die Insel hätte mich gut behandelt. Und Leutnant soundso, die hätte sich ja immerhin wacker geschlagen oder so. Dann ging eine Frau vorbei, die hatte ir­gendwie so ein fahl – also sie hatte kurze, blonde, so glatt runterhängende, eher stumpfe Haare, dann hatte sie so rotgeränderte Augen, und ihr fehlte ein Arm. Und es wurde angedeutet unausge­sprochen, daß die das auch versucht hat und das das Ergebnis war. Während bei mir irgendwie an­scheinend das eher zu recht positiven Ergebnissen geführt hat. Also die Insel hat mich gut behan­delt oder so.

Dann haben wir uns getrennt, diese Typen da und ich. Wir waren in so einem Unterführungsding oder so. Diese Teile von der Insel, wo ich war, die waren alle aus irgendwie Beton. Oder irgendwie bebaut. Also da war keine Natur oder so, nicht, außer dem Wasser. Und dann sind die in die eine Richtung gegangen, Richtung Platz, und ich bin in Richtung Bahnhof gegangen und kam dann an diesen einen Bahnsteig, ir­gendwie 37 oder 27 oder so. Und ich dachte: „37 sagt mir was – ich weiß bloß nicht mehr was!“. Und da hab ich ge­sehen, daß da der Bahnhof zu Ende ist. Das war das letzte Gleis, und dann ging es runter – nicht in die Stadt, aber irgendwohin. Und da wußte ich, daß ich verkehrt war, also ich mußte in die andere Richtung gehen.

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Eine Begegnung im Bahnhofsrestaurant

Und kann sein, daß das da die Frau war … daß ich da irgendwo noch was gefrühstückt hab oder so, und gegenüber von mir saß eine Frau, die hatte ein unglaub­lich leuchtendes orangenes … orange …ja … orange-rot-goldenes Seidentuch um. Und ich mußte dauernd da drauf gucken. Das war irre, die Farbe! Und da meinte sie, sie würde mich dauernd an­gucken – deswegen fiel’s mir nämlich ein -, weil ich so toll aussähe. Ich weiß aber nicht, ob das ich war oder irgendwas, was ich anhatte. Das kann ich mich jetzt nicht mehr erinnern. Und da hab ich gesagt, ich muß dauernd auf ihr Tuch gu­k-ken, weil ich das so toll finde! Und es stand ihr auch total gut so. Ich glaub, es war auch wirklich so ein Bahnhofs-, oder so ein – ja, genau, ein Bahnhofsimbiß. Noch ganz nett eigent­lich so, mit Holz­bänken.

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Die Magierschule ist umgezogen

Ja, und dann bin ich noch da langgegangen, wo die Typen langgegangen sind, zu dem Platz wie­der. Und da war unterwegs sowas wie … da war immer eine Magierschule gewesen. Und die wa­ren aber jetzt am Platz, das wußte ich irgendwie. Und da hat mich jemand gefragt, ob wir die zu­gemacht hät­ten. Also ob wir dafür gesorgt hätten, daß die nicht mehr da ist. Und da hab ich ge­sagt: „Nein, die sind bloß umgezogen. Die sind halt jetzt woanders. Die gibt’s noch.“ Und die wa­ren da an dem Platz. Ja.

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Ich bin mit einem jüdischen Paar durch Gärten unterwegs

Und davor war noch ein Traum mit Juden – mit zwei Leuten, die so alle Nase lang betont haben, daß sie Juden sind, und mir das so auf den Keks ging. Ach jaaa! (erinnert sich)  Genau. Ich war mit de­nen durch so Gärten unterwegs, durch so eine Gegend mit ganz vielen Gärten, so gegen Sonnenauf­gang. Und da war auch noch so ein – war da so ein See? Auf jeden Fall war es eine ganz schö­ne Ge­gend. Aber was  wir da gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall, die haben im­mer gesagt, daß sie Juden sind. Ein Mann und eine Frau. Und ich hab gesagt: „Also ich mag euch ja gern, ihr seid mir sympathisch, aber die jüdische Religion ist was … also finde ich eigentlich die blö­deste auf der ganzen Welt, die’s überhaupt gibt.“ Und zwar auch deswegen – das kam irgend­wie vor: Also sie selber waren ja irgendwie bunt, aber die normalen Juden sind irgendwie so grau. Die haben da so, was weiß ich, so schwarze Zöpfe, und dann haben sie graue Kla­motten an. Und mir würde das auf den Keks gehen.

 

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Eine Chance auf Frieden

Und da ging’s irgendwie darum, daß jetzt was passieren könnte, was entweder so einen großen Konflikt hervorruft, oder was diese ganzen Geschichten mit Juden – also diese ganzen Konflikte, die es da drum gibt -, daß das für immer beendet wird. Also friedlich beendet, nicht, jetzt nicht durch Auslöschung oder so. Daß es wirklich eine Chance gibt … wie war denn das? Also es müßte an einer be­stimmten Abzweigung, an einer bestimmten Stelle, müßte halt diese Chance ergriffen werden oder was ganz Bestimmtes getan oder gesagt werden oder was ganz Bestimmtes passieren – ich weiß jetzt nicht mehr, was es war. Ich glaube, das wurde auch gar nicht gesagt. Weil es ging ja drum, daß man selber rausfindet, welches die richtige Handlung ist oder so. Daß auf jeden Fall da eine Handlung das ganze Ding reißen kann oder daß es dann ewige weitere Auseinandersetzungen ge­ben würde. Sowas war da.

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Die seltsame Anlage

Und ich erzähl mal noch was davor, was ich mich davon noch erinnere. Das waren irgendwie Räu­me, das heißt noch nicht mal Räume. Also Gänge … ein größerer Gebäudekomplex – an dem war al­les weiß. Aber so ein Grau-Weiß. So – ich denke immer an die Rostlaube, ich weiß auch nicht warum. So Plastik-Weiß, so wie diese Tische da. Und da waren so zwei Typen. Und der eine hat zu dem anderen gesagt, er geht jetzt – das sollte heißen: er stirbt -, und er ist dann frei. Und der ande­re, der muß dann da bleiben und da ewig in diesem Gebäude sein. Ja, und da war noch viel, viel mehr. Das war nämlich der allererste Traum, den ich in der Mitte der Nacht hatte. Und dann ist wieder C’s Wecker losgegangen. Also halt eben so viele Male losgegangen. Und deswegen habe ich das nicht mehr alles so präsent. Ich hätte vielleicht wirklich gleich zum Recorder stürzen sollen und das alles aufnehmen. Aber ich wollte schlafen. (lacht)

Ja. Da waren ganz viele Szenen. Also ich bin da auch herumgeirrt, durch diese Gänge und das. Aber ich weiß nicht mehr, was ich da drin gemacht hab.

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Gespräch mit meinem Höheren Selbst zur Traumdeutung

Okay, dann machen wir jetzt den Traum von heute nacht – Halloween-Nacht – mit der Insel, der Magierschule, den Juden und der seltsamen Anlage.

(lacht)

Ja, wieso amüsiert dich das denn so?

(lacht)

Ja, ich möchte auch gern mitlachen, wenn du gestattest. What’s the fuckin joke?

Okay. Der Witz ist der gleiche wie immer, nämlich wie du die Dinge, die Informationen, die du kriegst, in Bilder umwandelst. (lacht) Das ist immer wieder recht erstaunlich.

Ja, ich bin halt ein kreatives Wesen, nicht. (gähnt)

(lacht) Du bist kreativ darin, die Dinge nicht so durchzulassen, wie sie dir geschickt werden, son­dern irgendwas anderes da draus zu machen, ja! (lacht heftig)

Ja, wär doch auch langweilig, oder? Wenn man das immer alles so lassen würde.

Das kann man so und so sehen.

Du hast gesagt, meine Übersetzungen sind gut.

Im großen und ganzen ja. (lacht)

Okay, also jetzt erzähl, verdammt! Ich bin schon ein bißchen müde. Also wenn du das jetzt hier noch hinkriegen willst, der ist lang. (Es war nachts um 11, und YKW wollte unbedingt noch die Trauminterpretation machen, bevor ich schlafen gehe.) Es ist ne Viertelstunde, und da brauchen wir schon eine Weile wahrscheinlich.

Okay. Einige orientalische Botschafter warten sehr, sehr lange auf eine Audienz, die immer wieder verschoben wird. Sie häufen Geschenke auf und lassen immer neue Sachen kommen, was aber nicht dazu führt, daß sie den Termin bekommen, den sie haben wollen. Es scheint also nix damit zu tun zu haben, wieviele Sachen man da mitbringt, ob man da empfangen wird.

Nee, scheinbar nicht. Vielleicht ist der ja krank, der Papst, oder wer auch immer das da ist.

Du meinst, das ist der Papst? (lacht fröhlich)

Naja, „Audienz“ kriegt man doch entweder nur bei der Queen oder beim Papst.

(lacht noch mehr) Es könnte auch ein Staatsoberhaupt sein.

Naja, also entweder ein hoher kirchlicher Würdenträger oder ein Staatsoberhaupt. Die Queen ist ja auch ein Staatsoberhaupt.

Ja, allerdings keins, das wirkliche Machtbefugnisse hat. Das meinte ich jetzt eigentlich mit Staats­oberhaupt. Nicht so eine Galionsfigur, sondern jemanden, der tatsächlich regiert.

Du meinst, das ist so jemand, ja?

(lacht)

(gähnt heftig) Mann, ich bin schon so müde.

Na, vielleicht wirst du ja noch ein bißchen wacher jetzt.

Ja, also die kriegen diesen Termin nicht, egal, wie lange sie auch warten. Genau wie diese Typen da in Zitronits Anlage, die diesen Ausgang nicht gefunden haben, weil der gar nicht da war, nicht. Also ich hab irgendwie das Gefühl, da ist gar keiner. Oder der ist gestorben, und jetzt versuchen die das zu vertuschen und schieben das irgendwie hinaus. (gähnt)

Das wäre eine Möglichkeit. Es könnte aber auch sein, daß diese Botschafter was wollen, was die Leute, die den Termin immer wieder verschieben, versuchen zu blockieren. Weißt du? Die kommen von weit, weit hergereist, aus China oder der Mongolei oder so – weit her –, weil sie was Bestimm­tes wollen. Sonst hätten sie die weite Reise gar nicht auf sich genommen wahrscheinlich. Und da muß denen das ja doch relativ wichtig sein, ihr Anliegen. Es ist ihnen sogar so wichtig, daß sie im­mer noch wieder neue Geschenke kommen lassen. Und mit echt orientalischer Höflichkeit warten sie (lacht), bis sie diesen Termin kriegen. Das passiert aber nicht. Und es könnte – ich sage nur: es könnte – daran liegen, daß das, weswegen sie angereist sind – daß die Person, die darüber zu ent­scheiden hat, daß die möglichst lange diese Entscheidung hinauszögern möchte, weil das ihr mehr Handlungsspielräume gibt, nicht.

Also ich geb mal ein Beispiel. Ich sag nicht, daß das darum geht – aber so ein Beispiel halt. Sagen wir mal diese Chinesen, oder wer das auch immer ist, wollen verhandeln über bestimmte Handels­wege oder so, sagen wir mal. Ein Recht, bestimmte Handelswege zu benutzen. Und sagen wir mal weiterhin, der Typ, der das zu entscheiden hätte, ist gleichzeitig auch noch mit diversen anderen Parteien im Gespräch. Und jetzt versucht er, sie alle hinzuhalten, um zu gucken, wie er seine eige­nen Schachzüge machen muß. Und deswegen kommt dieser Termin einfach nicht zustande. Plus daß natürlich diese wartenden Diplomaten da durch das Warten auch etwas mürbe werden. Nicht? Das heißt, je länger man die Leute warten läßt, desto eher sind sie geneigt, auf deine Vorschläge einzugehen, wenn du sie dann doch empfängst.

Du meinst, sowas ist das? Ich hatte das Gefühl, da ist vielleicht gar keiner, und die versuchen nur so zu tun.

M-m. Da sind welche. Aber die wollen ihre Karten noch nicht aufdecken.

Aha. Äh … darf man da mal fragen, worum sich das da handelt? (gähnt) Es sind ja nicht wirklich chinesische Botschafter, so wie ich dich bis jetzt da kennengelernt hab.

(lacht) Nein! Es sind keine chinesischen Botschafter. Aber es sind Wesen, die von weit, weit her ge­kommen sind, ja. Und die dieses lange – diesen langen Weg auf sich genommen haben, weil das, wofür sie hergekommen sind, ihnen wirklich eine wichtige Sache ist.

Ah ja. Und was sind das dann für Wesen? (gähnt heftig) Und bei wem wollen die die Audienz ha­ben? Und weshalb?

Ja. Um das zu wissen, müßtest du dich an mehr Sachen erinnern. Es ist aber schon mal gut, daß wir diese Sache schon mal jetzt in Umrissen besprchen, soweit das überhaupt in dem Rahmen möglich ist. Weil das wirst du dann heute nacht in deine nächsten Träume nehmen, und das wird dann halt auch arbeiten, die Information, nicht.

So. Du bist dann auf dem Festland und möchtest auf eine Insel. Und die Typen, die schon auf der In­sel sind, bei denen ist der Mechanismus, der dich rüberbefördern kann. Aha. (lacht) Sehr schön.

Ah! Pirates‘ Nest oder was?

(lacht heftig) So ähnlich, ja.

Aber sehr schön ist das da nicht. Das ist alles zubetoniert.

Dazu kommen wir noch. Ja. Wir haben die Technik, wodurch ein Übergang geschaffen werden kann für dich.

Das ist schön!

Und dein Übergang ist sozusagen von gewissen Ängsten begleitet. Du dachtest, du brauchst da ein­fach nur rüberlaufen – bißchen Walking on the Water oder so, mit Luftmatratze. Aber auf einmal fliegst du durch die Luft und mußt dich da schwer festhalten, um nicht zu fallen. Denkst du jeden­falls. Aber gleichzeitig hast du ein Gefühl von Fliegen, das gar nicht so unangenehm ist, nicht?

Ähm … ja. Also wenn man mal irgendwie über diese Unsicherheit wegkommt oder so. Das war schon so ein bißchen … hmmm … mulmig so. Also wenn halt nicht die Gefahr des Fallens wäre, dann wär dieses Fliegen gar nicht so übel, das stimmt.

Ja, das sind halt noch die Schwierigkeiten, die du da hast, das zuzulassen, nicht, die da zum Aus­druck kommen, daß das dir schwerfällt, dich da festzuhalten und so. Auf jeden Fall kommst du gut auf der anderen Seite an, und das ist eigentlich der Punkt, um den es geht, nicht. Hast dir zwar ein paar Hindernisse geträumt, aber du hast ja heute gehört [in meinem Finnisch-Kurs] von Leuten, die sich noch viel, viel mehr Hindernisse träumen. (lacht) Nicht? Die ständig irgendwohin zu spät kom­men, und dann ist es aber immer ne wichtige Sache, und durch das Zuspätkommen gehen immer irgendwelche Sachen den Bach runter. Während, wenn du irgendwohin zu spät kommst [im Traum], stellst du immer nur fest, die Eile wär gar nicht nötig gewesen. (lacht)

Also das – dieses Hindernis ist letzten Endes … erweist sich das nicht als großes Problem, du kommst gut da an, und es wird gesagt, daß die Insel dich gut behandelt hat! Das heißt, daß es dir da gut geht, daß du da sogar Lebensenergie getankt hast. Du siehst auf einmal besser aus. Deine Haare sind schön dicht und glänzen, deine Augen strahlen. Das wird von den Leuten, die dich da rü­bergeholt haben, positiv vermerkt. Die Insel scheint nicht jeden gut zu behandeln. Da geht ein Bei­spiel vorbei, das … ähäää … hmmmm … jaaa .. von jemand, der es zwar geschafft hat, rüberzu­kommen, aber offenbar unter Einbüßung diverser Körperteile und des allgemeinen Gesundheitszu­standes, nicht? Was dann nur wieder weiter beweist, wie gut du das eigentlich da rüber geschafft hast. Nicht – du hattest zwar die Wahrnehmung, daß du da Probleme hast. Aber diese Wahrneh­mung wird recht schnell korrigiert durch ein Negativ-Besipiel, wo du siehst, was Leuten passieren kann unter Umständen dort. Und ich hab dir schon gesagt heute morgen: Wie dich die Insel be­handelt, kommt ein bißchen auch drauf an, wie du die Insel behandelst.

Ja, aber ich hab die Insel ja gar nicht behandelt. Ich bin da einfach nur rübergeturnt oder so, ja? Und da waren zwei Leute, die mich auch an Land gehievt haben, nicht. Ich hatte ja Hilfe auch.

Das ist korrekt. Aber die Insel schickt dir keine Hilfe, wenn sie nicht will. Nicht?

Was heißt denn das: die Insel? Also …?

Das ist sozusagen eine eigene Intelligenz. Ja? Ein Lebewesen. Eine Bewußtseinsform. Es ist nicht einfach nur was, wo drauf du rumlaufen kannst – es ist ein lebendiger Ort. Und der lebendige Ort, der merkt, mit welcher Haltung du ihm entgegenkommst. Nicht? Und du scheinst ihm recht positiv entgegengekommen zu sein, denn der Ort revanchiert sich bei dir mit guter Gesundheit und schö­nem Aussehen. Während da diese andere Person – und es wird gesagt: Lieutenant -, also irgendein militärischer Rang, den hat diese Person inne. Das heißt, die Insel mag vielleicht keine Militärs. Könnte sein, nicht? Leute, die irgendwas mit Krieg zu tun haben, sind da eventuell nicht gern gese­hen. Und das könnte jetzt sein – ich sag nicht, daß es so ist -, aber es könnte sein, daß diese Audi­enzgeschichten auch was damit, mit Krieg und Frieden, zu tun haben. Mit Verhandlungen.

Okay. Ich nehme es mal so hin.

Ja, diese Insel ist – also du nimmst die nicht als sehr naturhaltig wahr, sondern schwer zubetoniert. Es könnte sein, daß diese militärischen (lacht) Personen – denn das ist ja wohl kaum die einzige – daß die für diese Zubetonierung der Insel verantwortlich sind, und daß die Insel das übelnimmt.

Ja, du sagst immer „es könnte sein“, aber ich meine – wie kann man denn wissen, ob’s so ist?

Das kannst du ganz leicht rausfinden, indem du mit dieser Insel Kontakt aufnimmst und einfach mal nachfragst. Die mag dich. Das war schon klar zu erkennen, nicht. Die Insel hat dich gut behandelt. Und dann gehst du mal hin und fragst, wer sie ist, und was das mit der Zubetonierung auf sich hat, und wer da vielleicht dafür verantwortlich sein mag, und warum sie dich gut behandelt hat und die­se andere Person nicht. Das könntest du einfach mal machen.

Ja, okay. Aber bestimmt nicht mehr heute nacht. (gähnt)

Nein, es muß nicht heute nacht sein.

Das ist schön! Danke.

Oder es könnte auch doch heute nacht sein, in deinem nächsten Traum. Aber wenn nicht, dann kannst du einfach mal so Kontakt aufnehmen.

Ja. Du gehst also deines Weges, und die Typen, die dich da abgeholt haben, gehen ihrer Wege. Und du merkst alsbald bei dem Bahnsteig Nr. 37, daß du in die verkehrte Richtung gelaufen bist. Und 37 sagt dir irgendwas. Du kannst dich bloß nicht dran erinnern, was es war. Und ich erinnere dich dar­an, weil du hast dich ja auch schon selber dran erinnert, daß diese Hose, die dir nicht gepaßt hat, daß das auch Größe 37 war. Nicht? Ist schon ein bißchen her, der Traum. Also 37 scheint generell ir­gendwas mit nicht passenden Dingen zu tun zu haben. Mit falschen Richtungen, mit nicht passen­den Größen und so weiter.

Also ist das die Zahl als solches, oder ist das mit Kabbalah, oder weiß der Henker was? Ich verstehe es nicht so ganz. Hat das wirklich was mit der Zahl zu tun? (gähnt heftig)

Ja, es hat was mit der Zahl zu tun.

Na, was denn?

Kannst ja mal drauf meditieren. Auch nicht jetzt – aber du kannst dir diese Zahl mal merken und da mal gucken, ob dir irgendwelche Sachen dazu einfallen.

So, dann kehrst du um. Dann gehst du erstmal da an diesem Bahnhof was trinken oder essen. Kommt nicht ganz raus, was. Und dir gegenüber sitzt eine Frau, die auch eine Bemerkung über dein gutes Aussehen macht, daß sie dich dauernd angucken müßte, weil du so schön bist. Interessant, hm?

Ja. Ich meine, wenn sowas von einem Typ kommt, denkt man ja, okay. Aber von einer anderen Frau ist das schon recht erstaunlich.

Ja. Könnte natürlich lesbisch sein, die Gute. Aber ich glaube nicht, daß es der Fall ist. Auf jeden Fall scheinen ja die neueren Träume durchaus zum Ausdruck zu bringen, daß du von diversen Leuten als gutaussehend eingestuft wirst, was in diesem speziellen Fall jetzt tatsächlich was mit der Insel zu tun hat. Die hat dir dabei dann auch noch geholfen, daß du noch besser aussiehst als so schon. Und du deinerseits bist dir dessen gar nicht bewußt offenbar, sondern guckst die ganze Zeit auf das Tuch, das sie anhat, das in diesen Farben schillert, in diesem unglaublichen Orange-Gold-Gelb-Ton. Ja, ich meine … ich kann nur wiederholen, was ich immer sag, wenn irgendwelche Farben ins Auge stechen: Austesten! Und dieses hier ist eine ganz, ganz spezielle Farbe.

Ach, sogar noch spezieller als das Goldkleid?

Jaaa. Das Goldkleid ist schon ganz toll, und die goldene Farbe als solches hat auch sehr, sehr spezi­elle Eigenschaften. Aber dieses hier ist noch mal was ganz Besonderes. Da ist Gold drin. Da sind aber auch noch andere Farben drin. Und das zusammen ergibt einen ganz bestimmten Effekt, und den könntest du mal austesten.

Da bin ich aber gespannt!

Das heißt nicht, daß du mit dem Goldkleid nicht auch weiter experimentieren darfst, wenn du möchtest. Das hat unterschiedliche Wirkungen, und das kann man beides verwenden. Und die Frau, deren Schal es ist, hat da auch nichts dagegen, daß du das machst. Die hat sich extra deswegen da hingepflanzt (lacht) mit dem Teil.

Ach, ist das jemand, den ich kenne oder was?

Ja, klar! (lacht) Und die Typen, die dich auf die Insel geholt haben, die kennst du auch. (leise) Bes­ser, als du denkst.

Ach, du warst einer von denen?

(Pause)

Warst du einer von denen?

(leise) Mann … was glaubst du eigentlich, wo du da überhaupt bist, auf dieser Insel da? Geh hin und frag, was das für ein Ort ist, und dann wird dir das alles ganz klar werden.

Okay. Na gut. Dann danke ich mal der Dame mit dem Seidenschal recht herzlich.

Ist angekommen.

Und auch den beiden Typen, die da für mich die Mechanik bedient haben (lacht) und mir so freund­liche Komplimente gemacht haben.

Ja, das ist auch angekommen.

Ja. Dann sind wir jetzt bei der Sache mit der Magierschule, die immer an einem bestimmten Ort war, und da ist die jetzt nicht mehr. Und jemand möchte von dir wissen, ob wir die geschlossen hät­ten – das heißt, ob wir die haben schließen lassen. Ob wir die sozusagen geräumt hätten oder dafür gesorgt, daß sie zumachen müssen.

Warum sollten wir eine Magierschule zumachen wollen? Da haben wir gar kein Interesse dran.

Tja, das weiß ich auch nicht.

Oder warum sollte irgendjemand auf die Idee kommen, daß wir da Interesse dran hätten? Das kann nur dann der Fall sein, wenn das halt nicht wirklich eine Magierschule ist.

Äh … was soll das denn sonst sein? (gähnt)

Magie – was ist das? Das ist die Kunst, die Realität zu beeinflussen durch Ausübung deines Willens, wozu du entweder bestimmte Hilfsmittel benutzen kannst oder aber allein nur mit der Kraft des Geistes arbeiten. Das ist eigentlich die höhere Magie. So. (Pause)

Ja – und?

Naja – wenn die dort wirklich den Leuten beibringen, ihren Willen so einzusetzen, daß sie damit die Realität formen können, dann ist es ja im Grunde nix anderes, als was wir auch selber machen. Und daß wir deswegen so einen Laden schließen lassen, das ist nicht zu erwarten. Wir haben keine Angst vor Konkurrenz […]. Wir würden höchstens hingehen und gucken, was die da so machen, und ob wir da vielleicht auch noch was lernen können oder so. Obwohl wir eigentlich glauben, daß wir die­se Sachen schon können. Aber wir hätten kein Interesse, ein solches Etablissement zu schlie­ßen. Das heißt, da gehen andere Dinge vor – Dinge, die nicht ganz so erquicklich sind. Und es wa­ren ja da schon Anklänge von Politik, von Verhandlungen und von militärischen Aktionen. Und von zube­tonierten Inseln und so, nicht.

Magie hat durchaus was mit Macht zu tun. Und Macht kann für Dinge gebraucht werden, die … nun ja … wirklich halt nur den Leuten dienen, die die Macht innehaben. Aber sozusagen die natürliche Intelligenz läßt sich das nicht so ganz gefallen, denn die Insel behan­delt diese Leute nicht gut, weil die sie nicht gut behandeln. So. Du sagst: „Nein, wir haben dieses Ding nicht schließen lassen, die sind einfach nur woandershin gezogen. Die sind an den Platz gezo­gen.“ Das heißt, diese Organisati­on, die existiert noch, aber sie befindet sich jetzt an einem anderen Ort. Bißchen weiter weg. Und wir hatten nichts mit dem Umzug zu tun. (lacht) Die sind da von allei­ne hingegangen.

So. Dann kommen wir zu den Juden. Interessant, hm?

Ah ja?

Du magst die jüdische Religion nicht, das bringst du klar zum Ausdruck. Und zwar deswegen nicht, weil sie dir zu grau ist, zu lebensfeindlich. Du bist also auch da ein bißchen auf seiten der Insel, nicht? Du willst nichts Graues, Zubetoniertes, wo keine Lebensfreude drin ist. Wo ein Typ auf den Boden gucken muß und keine Frau, die vorbeigeht, angucken darf. Wo die Klamotten immer die gleiche Farbe haben, und wo es enge, strikte Regeln gibt, an die man sich halten muß. Sowas magst du nicht, und deswegen ist dir diese Religion zuwider. Und du sagst aber, daß die Leute, mit denen du da jetzt redest, obwohl sie ständig wieder betonen, daß sie Juden sind, daß du die ei­gentlich ganz sympathisch findest. Das heißt, du hältst ihre Religion nicht gegen sie, solange sie nicht so sind wie diese Orthodoxen. Das heißt, das ist bei dir kein Rassending, so wie bei den Nazis, nicht, daß es was mit der Abstammung zu tun hat. Sondern für dich hat das wirklich was mit der Lebensweise zu tun, daß jemand ja gern seine Religion und seinen Glauben haben darf, aber wenn das ihn dazu bringt, wirklich so eine graue Einstellung zu pflegen, dann findest du das nicht in Ord­nung.

Und dir geht das auf den Keks, daß diese Leute dauernd wieder betonen, daß sie Juden sind! Das ist auch wieder so ein Ding, das du nicht magst, daß die da so ein großes Ding draus machen. Du rennst ja auch nicht rum und erzählst ständig anderen Leuten, was du bist, nicht? Also so eine ge­wisse self-consciousness an denen, das stört dich. Daß die das immer wieder an die große Glocke hängen müssen und so. Sonst magst du sie aber ganz gerne, und ihr geht da recht friedlich eigent-lich zusammen diese Stra­ße entlang, durch diese Gegend mit den schönen Gärten. Was mag das für eine Gegend sein?

Mann, ich weiß es nicht. Das hat glaube ich auch so ein bißchen was Südländisches an sich, wenn du mich so fragst.

Ja, da ist eine milde Luft, da ist Blumenduft, da ist viel Natur, es macht keinen zubetonierten Ein­druck, im Gegenteil, und die Morgenfrühe und der Sonnenaufgang sind recht angenehm eigentlich, nicht, so von der Atmosphäre. Es ist auch noch schön still. Ja, wo bist du denn da gelandet, hm?

Äh … weiß ich nicht. Das Paradies? Nee. Ich glaub, der Garten Eden war ein bißchen größer als die­se Gärten da.

(lacht)

Falls es ihn gegeben hat.

Na, lassen wir’s mal offen, wenn dir jetzt nichts dazu einfält. Okay, dann hast du die Leute verlo­ren. Aber was zu dir so kommt, ist eine Information über Juden. Die Leute sind nicht mehr da, aber auf einmal ist eine Information da, daß es jetzt eine Chance geben wird binnen kurzem, eine Abzwei­gung, an der sich entscheiden wird, ob das wegen dieser Religion und dieser Volksgruppe da immer wieder weitere Auseinandersetzungen geben wird, oder ob es Frieden geben wird und ein harmoni­sches Zusammenleben. Und es muß etwas ganz Bestimmtes geschehen, damit dieser Friede kom­men kann.

Ja, aber ich wußte nicht, was. Also das war wohl, was die betroffenen Leute selber rausfinden müs­sen. Ich nehme einfach mal an, die müssen sich halt einfach zusammenraufen, nicht? Also nicht im­mer wieder weiter den Konflikt schüren. Das ist jetzt aber nur geraten. Daß man einfach den Willen zum Frieden irgendwie auch zum Ausdruck bringen muß, daß man das wirklich möchte. Sowas. Ich denk, das ist ja auch das Wichtige in der Neuen Energie: Das, was du wirklich willst, das was du reingibst in das Feld, das manifestiert sich dann. Und wenn du deinen Willen zum Frieden reingibst, daß du sagst: Das ist dir wirklich wichtig, dann wird sich das dann auch manifestieren.

Da waren ja diese anderen Sachen noch, wo du meintest, diese Verhandlungen da, wo die Audienz immer nicht kommt, hat vielleicht was mit Krieg, oder mit Kriegs- oder mit Friedensverhandlungen zu tun. Und die Insel, die mag auch keine Militärs, oder behandelt die nicht gut, weil die Militärs auch sie nicht gut behandelt haben.

Also der ganze Traum, wenn ich das so richtig betrachte, geht halt um ne Chance auf Krieg oder Frieden. Also in unterschiedlichen Variationen oder so. So ein bißchen so ist Schönheit auch wichtig. Also einmal, wo ich das bin, einmal diese Frau da mit dem Tuch, und einmal auch diese ganzen schönen Gärten und die Gegend da und so. Da kommt sowas wie Schönheit und Harmonie so zum Ausdruck. Ja. Würdest du denn dem zustimmen, daß es darum geht, daß man diesen Frieden wirk­lich wollen muß – daß das die Handlung wär? Oder ist es jetzt so, daß ich nen Traum hab darüber, weil das jetzt wirklich so ist, so auf der politischen Bühne jetzt hier? Oder geht es da noch mal um ganz andere Wesenheiten da? Also ihr habt ja auch immer gesagt, ihr seid da so Geächtete. Und daß diese Juden da so geächtet sind, das hat mich ja auch schon so genervt. Wobei, ihr seid ja nicht diese grauen Wesen da.

M-m. Damit hat das auch nichts zu tun, mit dem Geächtetsein. Es hat was damit zu tun, mit der Identifizierung, zu einer gewissen Gruppe zu gehören, die zwar schon immer wieder verfolgt wor­den ist, ja, und sich da draus gewissermaßen auch ne Identität gebastelt hat: Wir sind halt die ewig Verfolg­ten, weil wir das auserwählte Volk und so sind. Das ist eigentlich das, was du übelnimmst in dem Traum, nicht, daß da immer wieder dieses Auserwähltsein sozusagen auch betont wird. So: Wir sind ja die Verfolgtesten. Wir sind ja die Auserwähltesten. Wir sind ja die Speziellsten. So wie: WIR sind ja halt die Juden, und deswegen sind wir ja anders und bla. Und dich interessiert das gar nicht. Das heißt, du möchtest mit den Leuten eigentlich als Leute kommunizieren und nicht als Angehö-rige einer bestimmten Gruppe oder so. Du möchtest die Leute so nehmen, wie sie sind. Als sie selbst, und nicht als Mitglieder von irgendwas.

Ja …

So, dieses Ereignis …

… ja, hat das jetzt – hat das nen reellen Hintergrund? Oder … geht’s da wirklich um Juden hier auf der Erde? Oder sind das andere Wesen?

Das ist ja beides so. Das, was hier auf der Erde durch die Juden repräsentiert sit, ist eine bestimmte Energie. Und die ist natürlich auch im Universum at large vorhanden in Form von bestimmten We­senheiten.

Ja, aber was ist es jetzt genau?

Ja, das ist eigentlich – eigentlich wirklich recht deutlich. Diese ganze Geschichte, nicht – die kann jetzt entweder für immer beigelegt werden, oder es kann für immer weitere Kämpfe geben da drum. Je nachdem, wie die betroffenen Wesenheiten wählen. Insofern das, was du gesagt hast, der Wille zum Frieden, das ist keine schlechte Formulierung. Die können jetzt wählen, was sie wol­len. Ob sie weiter Streß wollen, oder ob sie es wirklich mal gut sein lassen wollen jetzt auch damit. Weil jetzt ist sozusagen das Ende eines Zeitalters erreicht, und da können alle diese Dinge jetzt auf­gelöst werden. Und man kann sie aber auch in alle Ewikgiet verlängern, wenn man sich so ent­scheidet.

Ja, wobei die das ja vermutlich gar nicht wissen, daß es ne Entscheidung für was weiß ich wie ewig lange ist.

Ja, das ist eine Information, die kannst du in dieses Feld einspeisen jetzt, nicht. Du hast das so emp­fangen. Du kannst das reingeben. Du kannst sagen: Leute, ihr habt jetzt die Wahl. Wollt ihr noch ewig weiter irgendwie dieses Gehacke führen? Oder wollt ihr wirklich mal euren Gegnern da die Hand geben und dann mit denen im Frieden … ? Dieses Land ist groß genug für euch alle. Und man muß da nicht … vor allem dieses Land ist groß genug und auch ertragreich genug jetzt, um euch alle zu ernähren, ohne daß ihr euch gegensetig allemachen müßt. Und das Land wär froh, wenn da drauf nicht mehr gekämpft wird. Da würde euch das hundert- und tausendfach belohnen, wenn ihr diese Entscheidung trefft.

Ja, das ist aber irgendwie komisch, weil – ich hab sonst nie so’ne komischen Träume, die wirklich eine Seite bevorzugen oder so. Ganz seltsam.

Es gibt große Teile von Ländern, von Erde, von … von Boden, ja, die getränkt sind mit der Energie von ewig vielen Kämpfen, und die das jetzt so einfach langsam satt haben. Es geht nicht drum, ob Kämpfen gut oder schlecht ist. Oder es geht auch nicht darum, eine Seite zu bevorzugen. Son­dern es geht einfach darum, daß das jetzt mal aufhören kann, weil es lang genug gedauert hat. Ja? Daß das Land mal zur Ruhe kommen kann und sich da regenerieren auch, und auch die Leute in Frieden leben können wieder. Ja. Diese Chance, die gibt es jetzt. Da wird ein Fenster aufgehen, und dann wird der Typ, dessen Audienz es ist, entscheiden müssen, wie es weitergehen soll.

Wie – das ist nur ein Typ, der über das Ganze entscheidet?

Naja, das ist natürlich so, daß es da nicht um weltliche Autoritäten geht, nicht. (Pause)

Okay. Ganz am Anfang war ein Traum von einer weißen Anlage oder einem Gebäudekomplex, die einen sehr plastikartigen Eindruck macht. Grauweißes Plastik. Da ist wieder diese graue Farbe, nicht? Es hat was Künstliches. Also in dem ganzen Traum ist das Graue mit negativen Assoziationen besetzt, während so bunte Farben als positiv wahrgenommen werden, nicht? Dieser gold-orangene Schal. Oder du sagst, daß diese Juden mehr so bunt waren und nicht so grau, das war dir sympa­thisch. Oder die betonierte Insel gegen die Gegend mit den Gärten und so. Das kommt immer wie­der, nicht? Und insofern ist dieses in der Sprache dieses Traumes eigentlich ein negativer Ort. Da ist kein Leben drin. Er riecht nach Plastik. Man kann in den Gängen rumirren, ohne je irgendwohin zu kommen. Und da unterhalten sich zwei Typen, und der eine sagt, er geht jetzt weg da, und er wird dann frei sein, und der andere muß da ewig bleiben. Und es scheint ja ein recht schreckliches Schicksal, in einem solchen toten Teil ewig bleiben zu müssen. Wünscht man sich ja fast so eine alt­modische Hölle, wo es dann irgendwie nach Kohle stinkt und (lacht) die Teufel die Roste umdrehen und so, nicht, und da wenigstens irgendwie noch so ein bißchen Feuer ist und Leben und sowas. Aber dieses Ding da, das ist total antiseptisch. Da ist nichts. Nichts Lebendiges.

Ja, und was ist das? Und was sind das für zwei Typen? Und warum geht der eine weg und läßt den anderen dort für ewig … äh ja, schmoren kann man noch nicht mal sagen.

(lacht) Nee. Das ist ein sehr seltsamer Ort. Den gibt es wirklich. Ein paar von diesen Orten gibt es wirklich.

Sorry, aber ich glaub, ich kann einfach nicht mehr. Das waren jetzt über fünfzig Minuten schon. Ich muß einfach schlafen. Nimm’s mir nicht übel. (gähnt)

Ja, ich glaub auch, das kriegen wir jetzt nicht mehr. Aber es war schon das meiste. Also herzlichen Dank, daß du dich dafür jetzt noch hingesetzt hast.

Ja, danke dir auch, für die ganzen (gähnt) Ausführungen. Aber ich muß echt schlafen. Gute Nacht.

Gute Nacht. Süße Träume noch.

(ironisch) Danke!

(lacht) Das war nicht ironisch gemeint diesmal. Bis später.

tulips

Insel Interviews

Es folgen jetzt die Interviews, die ich mit den einzelnen Personengruppen und mit der Insel selbst geführt habe. Das funktioniert so, daß man sich in die Rollen hineinversetzt und sie sprechen läßt. Und genau wie wenn man ein Reporter wäre, stellt man ihnen halt die Fragen, die einen interessieren.  Dann läßt man sie wieder antworten. Die Technik st im Prinzip ganz einfach und bringt oft ganz erstaunliche Resultate.

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Die Insel

Ja. Hallo Insel. Ich wollte jetzt, wo ich diesen Traum von dir hatte, mal wissen, wer du eigentlich bist, was für ein Ort, und warum du mich so gut behandelt hast und diese andere Person nicht, und wer dich da so zubetoniert hat.

Ja. Herzlich willkommen. Ich freue mich, daß du kommst und diese Fragen stellst. Ich freue mich auch, daß du bis zu mir hingekommen bist.

Ja, du hast ja auch Helfer geschickt, nicht?

Ja. Aber es gibt auch Leute, die es mit Helfern nicht bis zu mir geschafft haben.

Ah ja?

Ja.

Na, da kann ich mich ja echt glücklich schätzen, wa?

Ja, kannst du auch.

Ja, dann – möchtest du mir das denn erzählen, die Sachen? Wer du bist eigentlich, und was da ei­gentlich mit dir passiert ist, und überhaupt?

Mmm. Einst war ich eine große Schönheit, (flüstert) ein leuchtendes Juwel im Universum. Und meine Energie, die ist immer noch genauso da wie damals. Aber die Schönheit ist entstellt wor­den. Warum habe ich dich gut behandelt? Weil du (atmet tief) zu den Wesen gehörst, die mir im­mer schon freundlich gesonnen waren. Und das vergesse ich nicht. Diese andere Person, die du gesehen hast, die hat – (lauter) also nicht sie allein, sondern da gibt es eine ganze – man kann wirklich sa­gen: Armee. Das ist nicht eine Armee, wie du die kennst jetzt, sondern das ist im über­tragenen Sinne gemeint. Aber es gibt wirklich eine Armee von diesen … Leuten. Der Begriff ist in dieser Hinsicht so zu verstehen, daß die organisiert sind, und daß es sehr viele sind, und daß sie in auch sozusagen in so militärischen Einheiten operieren. Ist keine wirkliche Armee.

Wer ist das denn?

Es sind sozusagen – hhhh, wie könnte man sie beschreiben? Es sind Leute, die … ich werde in die­ser Armee-Metapher bleiben. Aber du wirst verstehen, was ich damit sagen will.

Okay.

Es sind Leute, die gewisse militärische Ziele verfolgen und dazu jegliche Mittel anwenden, um die­se Ziele zu erreichen. Sehr … sehr harte Mittel, sehr rücksichtslose Mittel auch. Sie sind außerstan­de, wahrzunehmen, daß ich eine Wesenheit bin, daß ich lebendig bin, daß ich fühle. Das können die nicht merken. Sie wissen auch nicht, daß sozusagen diese Zustand, in dem du diese eine Per­son gesehen hast, daß das mein Werk ist, dafür, daß sie mich so behandelt haben. Die denken, das sind halt die … hm … Risiken bei einem militärischen Einsatz. Daß einem das dann halt passie­ren kann, daß man Gliedmaßen verliert und so. Aber es „passiert“ nicht, sondern ich mache es. Denn ich sehe nämlich nicht ein, daß ich mich von denen so behandeln lasse, ohne daß sie es auch von mir zu spüren kriegen.

Aber wenn die nicht wissen, daß du es bist, die es macht – was hilft denn das dann? Die denken dann nur: „Ja, shit happens“, oder so, nicht – „so ist es halt im Krieg.“ Aber das verleitet die doch nicht, o der das bringt sie doch nicht dazu, dich anders zu behandeln.

(sehr kühl) Es behindert sie. Das reicht. Sie können dann halt die Dinge, die sie tun wollen, nicht mehr so ohne weiteres tun, oder nicht merh so unproblematisch, wie sie es halt sonst gekonnt hätten. Dafür kann ich dann schon sorgen, auch wenn ich ihnen nicht die Augen dafür öffnen kann, wer ich eigentlich bin, und daß man mich nicht ungestraft so behandelt.

Aber es kommt mir so dualistisch vor. So: die Guten und die Bösen.

Würdest du dir alles einfach so gefallen lassen?

Nee, wahrscheinlich nicht. Aber ich würde dann halt irgendwie versuchen, das so hinzukriegen, daß die weggehen oder so. Oder aber sie halt wirklich so dahingehend aufzuwecken, daß sie halt merken, was sie da eigentlich überhaupt machen oder so.

Es gibt durchaus eine Möglichkeit, die … wie sagst du? Diese Summe dieser beiden einzelnen Energien als was Neues, eine neue Energie, zu erfahren. Das kannst du tun mit den Techniken, die du hast. Mal gucken, was rauskommt. Das geht. Das würde auch schon einige Dinge bewirken, wenn du das machst.

Jetzt für dich auch?

Ja. Probier es aus. Du würdest mir sehr helfen.

Okay. Und … ach, was wollte ich denn jetzt fragen? Also die haben dich so zubetoniert?

Ja. Wer sonst? Und die haben das halt getan als einen Teil ihrer sozusagen militärischen Mission, oder wie man das nennt.

Ich glaub, „objectives“ sagt man da irgendwie.

Ja. Sie denken, sie haben bestimmte Ziele. Aber es ist ihnen nicht klar genug, daß sie, um über­haupt hier irgendwas machen zu können, meine Unterstützung brauchen. Und wenn die so hier mit mir umgehen, gebe ich ihnen diese Unterstützung nicht. Und im Moment wundern sie sich sehr, daß sie soviel Rückschläge einstecken müssen. Aber das liegt halt daran, daß sie meine Un­terstützung nicht haben für das, was sie jetzt gerade am Machen sind.

Hmm, ja. Also was ich machen könnte wäre, mal diese Superpositionen zu gehen.

Ja. Und dann könntest du auch die einzelnen Positionen noch mal angucken.

Okay. Weißt du was über diese anderen Teile von dem Traum, den ich da hatte? Hier mit den Ju­den und mit dieser Audienz und so?

Es gibt zwei Arten Juden: Bunte und Graue, das weißt du. Und du hältst es mehr mit den Bunten. Aber auch da könntest du mal die beiden Positionen erforschen und die Summe daraus.

Ja, stimmt eigentlich. Danke noch mal für den Hinweis.

Und mit der Audienz auch. Die Leute, die die Audienz wollen, und diejenigen, die sie ständig ver­weigern. Auch mal gucken.

Mhm. Ja, stimmt eigentlich. Manchmal bin ich echt ein bißchen vernagelt.

(lacht leise) Je nun. Du hast gefragt.

Und was ist mit dieser Magierschule, die da umgezogen ist?

Die Magier. Die dachten auch, sie könnten hier Dinge tun, ohne sich meiner Unterstützung zu ver­sichern.

Sind das noch mal andere als die Militärs?

Ja. Es sind andere. Kannst du dir ganz einfach übersetzen: Militärs arbeiten mehr mit Gewalt, und Magier arbeiten mehr mit Magie. Es kann aber sein, daß sie ähnliche Ziele verfolgen. Nur sie wen­den andere Methoden an, um diese Ziele zu erreichen. Und wenn jetzt Leute, die mit unterschied­lichen Methoden ähnliche Ziele verfolgen, sich gemeinsam am selben Ort befinden, führt das meis­tens zu Allianzen. Habe ich mich klar ausgedrückt?

Äh … nicht ganz. Weil ich peile nicht ganz, wer die sind.

Denk noch mal über meine Worte nach. Sie verfolgen ähnliche Ziele wie die anderen, und sie be­nutzen Magie, um diese Ziele zu erreichen. Wer könnte das wohl sein?

(seufzt) Iim Moment steh ich auf dem Schlauch, aber vielleicht fällt’s mir ja noch ein! (lacht)

Ja. Laß es dir im Kopf rumgehen, und irgendwann wird der Groschen schon fallen. Das andere war klar genug, ja?

Äh, ja. Doch.

Gut.

Und wieso sind die jetzt umgezogen?

Tja … wie ich bereits sagte: Wenn man auf meinem Grund und Boden Dinge tut, die ich nicht au­torisiere und auch nicht unterstütze, dann kann das manchmal zu gewissen Schwierigkeiten füh­ren. Und diese Schwierigkeiten können dann zur Folge haben, daß man den Ort wechseln muß.

Aber die sind ja nicht jetzt von der Insel weggegangen. Die sind ja nur an einen anderen Platz ge­zogen.

Korrekt. Sie sind noch hier. (Pause) Laß es erstmal etwas wirken, unser Gespräch, und du kannst ja noch mal kommen und nachfragen, falls dann doch der Groschen nicht so schnell fallen sollte, wie ich hoffe. (lacht)

Okay. Ja, ich werd auf jeden Fall noch mal die Vektorgeschichten machen. Das ist eine gute Idee. Danke.

Gern geschehen.

Na gut, dann. Bis später erstmal.

Ja, bis später. Hoffentlich.

Na, bis bald.

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Die Untergrundkämpfer

(ruhiger, zurückgenommener Tonfall) Ja, wir sind hier schon ziemlich lange unsere Leute am Rü­berholen, nach und nach. Wir sehen aus ein bißchen wie Kiffer, wie Leute, die man nicht ernstzu­nehmen braucht. Das machen wir aber ex­tra, damit wir in Ruhe unseren Sachen nachgehen kön­nen. Weil wenn uns keiner ernst nimmt, dann werden wir auch nicht so streng überwacht. Und dann können wir Dinge tun, die wir sonst nicht machen könnten, weil uns beobachtet sowieso nie­mand. Die Militärs, die denken, wir sind halt Freaks, wir sind sowieso die ganze Zeit nur bekifft, wir stören sie nicht weiter. Aber wir haben von unseren eigenen Leuten schon eine ganze Reihe übers Wasser geholt auf die Insel. Und das heißt, daß wir mehr werden jetzt. Wir sind überall. Wir sind in diesem Bahnhofsrestaurant. Wir sit­zen am Quay und spielen Didgeridoo oder so, ja. Wir haben unsere Leute verteilt, und wir sehen wie normale Leute aus. Das fällt gar nicht auf. Und wenn wir wirklich sowas wie eine kritische Mas­se haben, dann … wir sind vernetzt, wir können un­sere Leute dann zusammenziehen.

Wir haben auch so eine Art Kommunikationssystem, das nicht abgehört werden kann, womit wir in Kontakt stehen. Aber wir können jetzt noch nicht größere Aktionen bringen. Dafür sind wir noch nicht ganz genug Leute. Aber wir arbeiten halt drauf hin, daß wir halt genug Leute werden und daß wir die Leute, die wir hier haben, schon mal so ein bißchen coachen oder briefen oder wie man das bei euch da nennt, worauf das dann hinausläuft und so. Ja.

ironchain

Die Militärs

(entschlossener Tonfall, laute Stimme) Wir haben die Macht hier. Das ist unsere Insel. Wir haben die erobert. Wir haben sie zubetoniert. Wir haben hier Stützpunkte gebaut. Keiner kann uns was. Können sie gerne probieren. Gegen uns kommen sie nicht an.

Wer soll denn gegen euch ankommen? Da ist doch keiner, oder?

Oh, wir wissen, da sind welche. So Nester von Rebellen. Die denken, wir wissen das nicht. Ha! Wir wissen viel. Wir lassen’s uns nur nicht so anmerken. (in aggressivem Tonfall) Aber die können so­wieso nichts machen. Weil wir haben hier alles besetzt. Und wir haben hier alles zubetoniert. Und wir kontrollieren die Zufahrtswege, wir kontrollieren die Infrastruktur, wir kontrollieren hier ALLES. Und deswegen – wenn irgendwas gegen uns laufen würde, das würden wir sofort wissen. Die bil­den sich da ein, mit ihrem armseligen Haufen Leute könnten sie (lacht) irgendwas gegen uns aus­richten. Lachhaft. Wir haben die Macht hier, und wir behalten die auch.

Wofür braucht ihr die? Die Macht?

(erstaunt) Wofür wir die brauchen? (in viel ruhigerem Ton) Weil wir dann hier alles machen kön­nen. Da kann uns dann keiner … keiner dumm kommen. Keiner reinreden. Wir können dann ein­fach unsere Projekte hier durchziehen. Wir können die Bodenschätze uns nehmen. Wir können diese ganze Insel kontrollieren. Das ist ja auch ein strategischer Stützpunkt. Darf man nicht ver­gessen. Wenn wir diese Insel kontrollieren, kontrollieren wir auch sozusagen gewisse Wege, die von da ausgehen. Wichtige Sache.

Was denn für Wege?

(lacht verächtlich) Glaubst du, das würden wir dir nun gerade erzählen, ja?

Na, warum ist das denn so wichtig, daß man diese Wege kontrolliert?

Na, damit da nur unsere Leute raus und rein können! Das ist doch ganz klar! Wenn wir die Wege kontrollieren, können wir auch sagen, wer die benutzen darf. Und wenn andere Leute die nicht be­nutzen dürfen, dann können die bestimmte Dinge nicht tun, die sie gerne tun würden. Das hätten die gern. Aber das sind unsere Tore hier, und die halten wir auch.

Okay, ich glaube, das war’s von denen. Doch. Die Magier. Wer seid ihr denn?

zaubererduell

Die Magier

Wir brauchen keine Waffen. Wir arbeiten mit der Kraft des Geistes. Die Militärs denken immer, sie sind stärker als wir, aber da irren sie sich. Wir können auf ganz, ganz unbemerkte Weise, ohne daß wir groß irgendwo einmarschieren oder Leute umbringen müssen, können wir unsere Macht aus­üben, indem wir ihren Geist kontrollieren, von den Leuten. Und dann machen die, was wir wol­len. Dann vergessen sie, was sie eigentlich wollten. Machen sie nur noch, was wir wollen. Und dafür brauchen wir keine Waffen, dafür brauchen wir keine Gewalt, dafür brauchen wir kein Blut zu vergießen – es ist wunderbar effizient. Wir suggerieren den Leuten einfach, was sie tun sollen, und dann machen die das. Wie die Idioten. Weil sie keine Ahnung haben von Magie.

Klingt mehr nach Hypnose, ehrlich gesagt, als nach Magie.

Ja, das gehört alles dazu, Mann. Wir machen natürlich auch noch ein paar andere Sachen auch noch. Sowas, was du vielleicht als Geomantie bezeichnen würdest. Orte imprägnieren und so. Net­ze von Energiewegen mit bestimmten Informationen füttern. Und da laufen dann auch wirklich nur noch unsere Informationen lang.

Glaubt ihr das wirklich?

Es ist so. Wir glauben das nicht, sondern es ist so. Okay, es gibt ein paar Piratennetze, aber die machen uns nicht viel Sorgen. Weil die Hauptnetze kontrollieren wir alle. Und jeder, der sich ver­sucht da einzuklinken, der kommt auf unsere Kanäle. Kann er gar nichts machen. Und da sich das so gut ergänzt mit dem, was die Militärs hier machen, so Zufahrtswege kontrollieren und Orte zu Stützpunkten ausbauen und so, haben wir uns halt zusammengetan. Die denken natürlich, wir ma­chen, was sie wollen. Aber es ist genau umgekehrt. Weil wir kontrollieren sie genauso. Und damit haben wir eigentlich sozusagen wirklich die alleinige Macht. Weil die machen ja nur, was wir wol­len. Und im Prinzip haben sie natürlich sowieso schon ähnliche Ziele. Aber wir wissen, daß die uns beherrschen wollen. Und das ist natürlich ein Witz. Weil nur wenn du den Geist beherrschst, dann hast du die Leute wirklich. Wenn du sie nur unter einer militärischen Knute hältst, können die im­mer noch irgendwie anders denken, können sie sich noch wehren, können sie vielleicht einen Mär­tyrertod sterben oder so. Aber wenn du den Geist beherrschst, dann hast du sie ganz. Wenn sie glauben, was du ihnen da vorsetzt, wenn sie glauben, daß sie nichts machen können, wenn sie glauben, daß sie mickrige kleine Wesen sind, denen immer gesagt werden muß, wo’s langgeht – dann hast du sie. Dann hast du natürlich auch ihre ganze Energie, du kannst ihnen ihr Geld aus der Tasche ziehen. Kannst alles machen. Mußt nur dafür sorgen, daß sie deine Informationen glauben. Und das – da sind wir Profis drin.

Und was habt ihr davon?

(lacht ungläubig) Na hör mal! Was wir davon haben? Erstens mal sowieso haben wir davon ein gu­tes Leben. Wir brauchen nur die Information weiter ins System zu füttern, und dafür können wir Koh­le absahnen, soviel wir wollen, Ländereien, Bodenschätze … aber auch Energie. Weil du brauchst viel Energie, wenn du Magie betreibst. Und die geben uns die. Gaaaanz freiwillig, ohne daß wir sie irgendwie bedrohen müssen. Wunderbare Sache. Haben wir ein gutes Leben hier.

Haaach … also mir kommt‘ s wie ein Scheißleben vor, ehrlich gesagt.

(erstaunt) Wieso?

Naja … da bist du doch die ganze Zeit beschäftigt, dir irgendwelche neuen Lügen auszudenken.

Nö – wieso? Die alten tun’s doch prima.

Ja, aber … also mir würd das keinen Spaß machen. Aber na gut – ich meine, jedem seins, wa?

Doch, uns macht das Spaß. Und wir wollen es auch weiter tun.

Aber vorhin, wo ich da reingespürt habe bei euch, da war da sowas wie ein leises Unbehagen zu verspüren mit dem, was ihr da macht. Als ob ihr das irgendwie selber gar nicht so ganz gut findet.

Also falls du glaubst, daß wir uns da irgendwelche (lacht) moralischen Bedenken machen oder so, da bist du sehr auf dem falschen Dampfer. Sowas kennen wir nicht. Wir verfolgen unsere Interes­sen, und wir machen, was wir müssen, damit wir diese Ziele dann halt eben auch durchsetzen. Und wir setzen sie auf etwas dezentere Weise durch als unsere Verbündeten da. Aber wir kriegen, was wir wollen.

Ja, aber macht euch das glücklich, was ihr da wollt? Ich hatte nämlich nicht so den Eindruck.

Wir müssen natürlich zugeben, daß wir jetzt ein Projekt in den Sand gesetzt haben, nicht. Das hat uns doch … zurückgeworfen.

Und wie konnte das kommen, wenn ihr alles kontrolliert?

(plötzlich animiert) Ja, das ist genau das, was wir uns auch fragen – wie das kommen konnte! Es hätte nicht passieren dürfen! Irgendwo muß da ein Loch sein, irgendwo müssen da undichte Stel­len sein, wo Leute vielleicht unser Informationsnetz unterwandert haben. Oder vielleicht haben wir da Leute in den eigenen Reihen, die da nicht machen, was eigentlich der Plan ist oder so, oder un­sere Gegner unterstütezn. Also das müssen wir jetzt erstmal noch rausifinden, wie das überhaupt passiren konnte.

Die Insel hat gesagt zu mir, daß eure ganzen Rückschläge daher kommen, daß ihr ihre Unterstüt­zung nicht habt.

(wegwerfend) Ach, die Insel! Hör doch auf, Mann! Die Insel ist einfach nur ein Stück … Erde halt, wa? Weiter gar nichts.

Ja, das ist nämlich nicht so! Die Insel ist ein Lebewesen! Und die sabotiert euch. Weil die mag das nicht, wie ihr mit ihr umgeht, hat sie gesagt. Und deswegen kommt das, daß ihr grad so alt aus­seht. Und wenn ihr euch da mal verbinden würdet und mal Kontakt aufnehmen …

Ja, ich glaub, du spinnst wohl, oder? Kontakt aufnehmen mit was Totem!

(emport) Das ist nicht tot! Ich hab mit der gesprochen!

Ich weiß nicht, womit du gesprochen hast. Du bist auch einer von diesen Eso-Spinnern da wahr­scheinlich. Aber die Insel ist jedenfalls einfach nur ne Insel, weiter gar nichts. Und das ist jetzt un­sere Insel. Und da werden wir auch dafür sorgen, daß das so bleibt. Auch wenn wir jetzt halt da nen Rückschlag einstecken mußten, zugegebenermaßen. Aber daß das die Insel gewesen wär, davon kann überhaupt gar keine Rede sein.

(stöhnt entnervt) Mann! Ihr werdet’s ja sehen! Nicht, also die hat gesagt, sie findet’s halt nicht gut, zubetoniert zu werden und so scheiße behandelt zu werden immer. Und sie hat auch gesagt, daß sie vermutlich nicht in der Lage ist, euch irgendwie beizubringen, daß sie wirklich lebendig ist und daß sie korrekt behandelt werden will oder so. Aber wenn sie das schon nicht kann, dann wird sie euch jedenfalls auf alle mögliche Weise, die sie kann, behindern.

Und wenn ihr Magier seid, die dieses Namens überhaupt würdig sind, ja, dann müßt ihr eigentlich in der Lage sein, auch mit anderen Wesen außer euch selber Kontakt aufzunehmen. Das müßtet ihr können eigentlich. Oder seid ihr nur so Taschenmagier?

(lacht amüsiert) Du meinst Taschenspieler? Leute, die Kaninchen aus Zylindern zaubern und so?

Nee, ich meine Taschenmagier. So – weißt du – von einem Format, das man leicht in der Tasche mit sich führen kann. Nicht wirklich große. (lacht verächtlich) Ja?

(in kontrolliert ruhigem Tonfall) Das war jetzt eine Beleidigung.

Ja! Und zwar mit voller Absicht habe ich das getan. Weil wenn ihr nämlich große seid, könnt ihr es unter Beweis stellen! Weil irgendwie mit der Insel reden, das ist ja basic, ja? Das kann ich ja so­gar! Wenn ihr das nicht könnt, dann könnt ihr nicht besonders viel draufhaben, meine ich ja nur, nicht?

Also das ist jetzt wirklich – das können wir nicht auf uns sitzen lassen. Aber wir sagen eigentlich weiterhin, daß man nicht mit was Kontakt aufnehmen kann, was gar kein Bewußtsein hat!

Ja, aber da ist Bewußtsein! Und wenn ihr das noch nicht mal merken könnt, ja – ja, dann ist doch … kann es doch mit euren magischen Fähigkeiten nicht so furchtbar weit her sein!

(nachgebend) Okay. Wir werden hingehen und es tun – nur um zu beweisen, daß da nix ist! Aber wenn du dann immer noch hingehst und sagst, es ist deswegen, weil wir’s nicht können, ja, dann gibt’s Ärger!

Warum solltet ihr euch aus irgendwas, was ich sage, irgendwas machen? Kannst ja lachen. Kannst ja sagen: „Ph! Die Frau spinnt sowieso! Warum sollten wir uns davon überhaupt beleidigen lassen?“ Aber wenn’s euch ankratzt, dann heißt das, daß ihr euch selber nicht so sicher seid, wie gut ihr eigentlich seid. Daß ihr immer nur denkt, ihr habt Macht oder so. Aber wenn ihr soviel Macht hättet, dann hätte der Rückschlag nicht kommen dürfen!

Ganz, ganz richtig.

Dann hättet ihr das nämlich auch merken müssen! Was so’n Magier ist, der sein Salz wert ist, der muß doch merken, wenn da irgendwas nicht stimmt in seinem magischen System da!

Da ist allerdings was dran. Wieso wir das nicht gemerkt haben. Wir werden die Dinge überprüfen. Und wir werden das auch mal versuchen, mit deiner Insel da Kontakt aufzunehmen. Mit dem, was du denkst, was die Insel ist. Unsere Insel, die lebt nicht. Das ist einfach nur … Erde halt. Materie. Du sagst, da ist was Lebendiges, ein Geist dahinter. Okay, wir werden sehen. Und dann melden wir uns bei dir.

Okay, da bin ich ja mal gespannt! Dann bis später.

Bis später.

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Gesamtenergie des Insel-Setups – Aktivierung eines Tons – Bildung von neuen Mustern

4.1.2008

Okay. Also es geht noch mal um die Insel, und ich stimme mich jetzt auf das ganze Ding ein. Die Insel, die man nur erreichen kann mit Hilfe einer bestimmten Vorrichtung. Dort gibt es die Rebellen, die Militärs und die Magier. Die Militärs und die Magier verfolgen ähnliche Ziele, und die Insel selber ist nicht erbaut davon, wie mit ihr umgegangen wird. Und ich gucke mal, daß ich mich jetzt öffne und einstimme auf das, was da jetzt drin ist, was da jetzt wichtig ist, was hochkommen möchte an Gefühlen, Energien, Eingebungen oder was auch immer. Da kommt was … was Tiefes …

(tiefe Stimme unterbricht) Wir sind die Bewohner, die in der Insel drin wohnen, unterirdisch. Daß wir da sind, davon wissen die meisten Inselbewohner nichts.

Ich sag mal, diese Energie ist wie ein tiefer Glockenton. Ich kann das leider mit der Stimme jetzt nicht rüberbringen. Aber sehr tief und sehr klangvoll.

Ja. Wir aktivieren einen Ton, mit dem diese Insel schwingen wird. Vibrieren wird.

Was bedeutet das für die Leute, die auf der Oberfläche sind?

Erschütterungen. Innerlich oder äußerlich. Wenn die Leute nicht offen sind dafür, innerlich erschüttert zu werden, werden sie diese Erschütterungen äußerlich erleben. Und dann wird automatisch diese Erschütterung sich nach innen fortpflanzen. Es ist aber nicht wie – also nicht was du jetzt denkst, Katastrophen oder so. Das ist es nicht. Sondern es ist einfach ein … ein Aufrütteln, Durchschütteln, das dazu dient, Energien zu lockern, festgefahrene Energie zu befreien, daß die durcheinandergewürfelt werden kann zu neuen Mustern. Dazu dienen diese Erschütterungen. Wenn Leute das schon von alleine machen, werden sie ganz leicht in Einklang kommen mit diesem Ton, mit dieser Schwingung. Im anderen Fall wird es halt erstmal dann Durchrüttelungen des Status Quo einfach geben, und zwar, damit ein Fluß entsteht, ein Energiefluß, der Veränderungen zuläßt. Weil wenn die Sachen sehr verkrustet sind, bewegen sie sich nicht mehr so viel. Und wenn man das dann ein bißchen durchrüttelt, fängt an, alles ein bißchen durcheinanderzugehen, hierhin und dahin, neue Muster zu bilden, in neue Richtungen sich zu bewegen und sich mit anderen Sachen zu verbinden als es vorher verbunden war. Und das wird dann solche Muster ergeben, die besser für die Insel sind, als was es jetzt der Fall ist.

Jetzt ist alles sehr … mhmmm .. also nicht jetzt, sondern zu dem Zeitpunkt als du, den Traum von der Insel hattest und die ersten Interviews gemacht hast, zu dieser Zeit war das alles sehr statisch, jeder in seiner Position sehr festgefahren. Da hat sich jetzt schon einiges bewegt inzwischen. Du könntest auch noch mal hingehen und mit den einzelnen reden, wenn du das möchtest. Und wenn du auch zu der Essenz willst, dann wird das nicht die schlechteste Sache sein, da noch mal Kontakt aufzunehmen. Aber da sind schon Energieflüsse in Bewegung gekommen jetzt. Und daß du mit denen geredet hast, hat durchaus dazu beigetragen. War natürlich nicht das einzige, aber hat geholfen. Danke.

Nichts zu danken. Es war ja jetzt nicht großartig viel. Ich denke mal, andere Sachen haben da sicher mehr bewirkt in der Richtung.

Alles wirkt zusammen. Manche Leute wirken sehr viel auf der äußerlichen Ebene, manche mehr auf den inneren Ebenen. Alles, was irgendwer macht, trägt bei. Und du kennst ja den Vergleich mit dem Schmetterlingseffekt, daß kleine Ursachen mitunter auch sehr große Wirkungen hervorbringen können. Glaub nicht, daß es egal ist, was du machst. Denn wenn du anfängst, das zu glauben, hörst du auf, es zu tun. (lacht) Und das wär sehr schade.

Danke.

Und du könntest dich mal auf diesen Ton einstimmen – diesen Glockenton, wie du ihn genannt hast.

(stimmt sich ein und singt tiefen Ton, Text auf Ashkani, dann wieder dreimal tiefer Ton) Ja, okay.

Da dieses andere Wesen, mit dem ich gesprochen habe, das hat gesagt, es ist das, worum’s eigentlich geht bei der Insel. Und ich wüßte mal gern, worum geht’s denn eigentlich?

Es wurde dir doch bereits gesagt, daß es darum geht, bestimmte Dinge, die jetzt immer so und so gehandhabt wurden, daß die jetzt sich verändern und transformieren können.

Ja, stimmt. Sorry, das war … die Energie ist so, daß es sehr, sehr schwer fällt, die verbale Information hinterher noch zu wissen. (lacht)

Ja, das ist so. Ruf es dir einfach ins Gedächtnis und lies es immer noch mal durch.

Und dieses Wesen oder diese Energie ist das, was dann hinterher transformiert ist? Oder ist es das Thema als solches? Oder was ist das?

Es ist das ganze Gefüge von dem und die ganzen Wahrscheinlichkeiten, die da dranhängen. Das Energiepotential, was da drin ist. Es ist nicht als solches eine Wesenheit. Es ist das Bewußtsein dieser Potentiale, die da drin sind, als Energieform.

Ah, danke. (lacht)

Ja.

Okay. Ich wollt noch was für mich selber …

ja. Das war schon gut. Du kannst gerne noch mehr machen, wenn du willst dann, wenn du eine Pause gehabt hast.

Ja, danke. Ich glaub sowieso, es wär besser, wenn ich das Zeug mache hier (lacht), als wenn ich die ganze Zeit im Internet häng.

O ja. Das können wir nur bestätigen. Da könntest du viel, viel mehr ausrichten damit.

Ich hätte das schon mal vorher machen sollen …

Du gehst durch deine eigenen Prozesse. Auch das ist wichtig. Und es ist gut, daß du es nicht vergessen hast, daß du noch mal reingehört hast.

Ja. Danke.

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